Personalberatung für Führungskräfte


Wertschätzend, ganzheitlich, spezialisiert.

Foto von Simone Reukauf

Karsten Benen, 2019 haben Sie gemeinsam mit Daniel Tews das Unternehmen gegründet. Zu dieser Zeit war der Führungs- und Fachkräftemangel bereits eklatant, entsprechend boomte der Markt der Personalberatung. Was hat Sie bewogen, zu diesem Zeitpunkt zu gründen?


Karsten Benen: Ich bin seit 2007 in der Branche tätig, war bis 2017 bei einem Global Player als Regionalleiter für Nord- und Westdeutschland tätig und seit 2017 als geschäftsführender Gesellschafter im Bereich Personalmanagement tätig. Das, was man sich als Führungskraft eigentlich wünscht, Wertschätzung zu erfahren und weiterzugeben, war dort nicht wirklich gegeben. Man war Reporter und Controller für ein börsennotiertes Unternehmen, in dem es vor allem um den nächsten Forecast ging. Man war dort nur ausführendes Organ, eine Nummer im Konzern. So kam ich an den Punkt mir zu überlegen: Wie bekomme ich die Wertschätzung und meine eigene Seele auf die Straße? Der nächste Schritt – mit einiger Vorplanung – war dann zu sagen: „Okay, dann gründen wir, machen es selbst.“ Der Mensch im Mittelpunkt, das ist unser Fokus. Das ist sowohl beim Mandanten wichtig, als auch beim Kandidaten. Das Thema „Zuhören“, „Stellenprofile verstehen“, um die passenden Persönlichkeiten für eine Vakanz zu finden, das ist die Kernaufgabe von tebe. Personalberatung GmbH. Das prägt unser Tagesgeschäft und lässt die Marke wachsen – und eine logische Konsequenz daraus war, die Spezialisierungen weiter auszuarbeiten und aufzubauen.


Daniel Tews, Sie sind ebenfalls Gründer der tebe. Personalberatung. Wie kam es aus Ihrer Sicht dazu?

Daniel Tews: Kurz zu meiner Person: Ich bin seit 2008 in der Branche hauptsächlich im Bereich Vermittlung von Führungs- und Fachkräften. Ich war zunächst in einem größeren Unternehmen mit Standort in Hamburg angestellt. Dass die Branche sehr sales-fokussiert arbeitet, habe ich von der Pike auf mitbekommen: KPIs nach Vorgaben, sehr enge Strukturen... Machte man seinen Umsatz, war alles okay. Menschlich war da wirklich nicht viel los, es stand immer die Leistung in Form von Zahlen im Vordergrund. 2010 entschied ich mich zur Selbstständigkeit als Unternehmensberater; Fokus: Personalvermittlung. Die Beraterfirma habe ich mit vier weiteren Kollegen in Berlin gegründet. Es gibt sie auch heute noch. Weil meine Familie hier in Münster ist, habe ich aber einen Cut gemacht. Karsten kannte ich zu diesem Zeitpunkt schon. Wir kamen ins Gespräch und beschlossen, das Thema „Personalvermittlung“ noch einmal neu anzugehen. Wir können jetzt gemeinsam mit unserem Team die Ideen, von denen wir als Berater wirklich überzeugt sind, umsetzen.

Personalberatung ist ein weites Feld. Auf welche Branchen sind Sie spezialisiert? Was ist die Kernkompetenz von tebe.?

Daniel Tews: Grundsätzlich ist die Branche für uns zweitrangig. Im Vordergrund steht die Spezialisierung. Wir sind mit der Spezialisierung Finance aktuell auf dem Markt. Das heißt, wir vermitteln dort ausschließlich Finance Positionen – vom Buchhalter bis zum kaufmännischen Leiter/CFO. Das ist die Hauptaufgabe der tebe. Personalberatung GmbH. Von unserer Unternehmensarchitektur her ist es so, dass wir in Zukunft planen weitere Spezialisierungen ins Leben zu rufen. Dann kommen neben Sales und Marketing, auch der Bereich IT, sowie Engineering hinzu. Dann sind wir in der Lage, durch unsere spezialisierten Kollegen die ganze Bandbreite beraten zu können, die ein zukunftsfähig aufgestelltes Unternehmen am Markt benötigt und nachfragt.


Karsten Benen: Wir sind davon überzeugt, dass in Zukunft – insbesondere im Zuge der Digitalisierung und des demografischen Wandels – der Mensch den eigentlichen Unterschied macht. Der Mensch wird der Garant für den Erfolg des Unternehmens sein. Da sind natürlich die Themen wie „Wie binde ich die Mitarbeiter?“, „Wie motiviere ich die Mitarbeiter?“, „Wie finde ich neue Mitarbeiter?“ das A und O. Da geht es nicht klassisch danach: „Was hat der Mitarbeiter auf dem Papier vorzuweisen?“. „Wie ist seine Qualifikation?“ Es geht vielmehr um die Person selbst und ihre Persönlichkeit. „Passt diese in mein Unternehmen?“ „Bringt die Kandidatin, der Kandidat zum Beispiel die Eigenmotivation und den Willen mit, erfolgreich zu sein?“ Auf diese Fragen geben wir Antworten. Deshalb ist es extrem wichtig im Vorfeld ganz klar zu analysieren, welche Charaktere in einem Unternehmen, einem Team benötigt werden und nicht nur welche Qualifikationen. Darauf mögen andere die erste Priorität setzen, wir haben uns ganz klar auf die Fahne geschrieben, Persönlichkeiten zu finden.


„Wir finden nicht nur die Qualifikation die Sie suchen, sondern vor allem die Persönlichkeit, die Sie in Ihrem Team brauchen.“


Das ist eine klare Kernaussage, die wir für uns ermittelt haben. Wir sind davon überzeugt, dass dies der Weg zum Erfolg ist – nicht nur für uns. Wenn wir erfolgreich sind, sind es auch unsere Mandanten und die Kandidaten, die wir auf dem Markt passend zu Ihrem Persönlichkeitsprofil vermittelt haben.


Wenn ich Ihr Mandant wäre, wie darf ich mir eine Beratung konkret vorstellen? Wie läuft diese ab?


Daniel Tews: Wir gehen einmal von dem Fall aus, dass das Unternehmen uns noch nicht kennt. Es gibt zunächst ein Gespräch, meistens ein Telefonat, in dem der Bedarf abgeklärt wird. Dann ist es unbedingt erforderlich, sich persönlich kennenzulernen. Bei einem ersten Termin sollten vor allem die Entscheider dabei sein, die operativ mit der besetzenden Position zu tun haben, also beispielsweise eine künftig direkte Vorgesetzte, ein künftig direkter Vorgesetzter. Wir sprechen dann über das Mandat, Beratungsumfang, Timings. Das Unternehmen stellt sich vor, wir stellen uns vor. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam mit dem Mandanten ein individuelles Anforderungsprofil passend zu der zu besetzenden Vakanz und beraten tiefgehend mögliche Lösungsansätze.


„Die Informationen einer klassischen Stellenausschreibung reichen heute nicht mehr, um eine Führungskraft zu überzeugen.“

Wir fangen also erst einmal allgemein an, bemühen uns darum, das Unternehmen zu verstehen. Wie ist das Unternehmen positioniert? Was ist seine Strategie? Wie ist der Wettbewerb aufgestellt? Welche Abteilungen sind vorhanden? Das sind die Hard Facts. Diese brechen wir immer weiter herunter, mit dem Ziel, zur Position an sich zu kommen. Dann geht es sehr schnell in die Tiefe. Die Ansprechpartner auf Unternehmensseite geben uns Detailinformationen zur Position und das müssen sie auch. Sie sind für uns extrem wichtig, damit wir unseren Job machen können, sprich den bestmöglich geeigneten Kandidaten für die Vakanz finden können. Konkret geht es darum, dass wir uns Fragen beantworten können wie: Was ist mit der Position? Ist sie neu geschaffen? Ist es eine Nachbesetzung? Wo sind Themen, die schwierig sein könnten? Was ist mit dem aktuellen Stelleninhaber? Welche Schnittstellen gibt es zu weiteren Abteilungen? Welche Erwartungen gibt es an den Kandidaten? Und damit meinen wir nicht nur Standard Soft Skills, wie sie in jeder Stellenausschreibung nebenher aufgeführt sind. Als Berater müssen wir sehr viel Informationen aufnehmen. Das Unternehmen muss auch bereit sein, diese an uns weiterzugeben, ansonsten müssen wir das Mandat ablehnen. Denn ohne diese Informationen brauchen wir erst gar nicht den Markt zu sondieren. Mit den Informationen einer klassischen Stellenausschreibung locke ich keine potenzielle Führungskraft hinterm Ofen hervor. Erst wenn wir uns als Berater ein umfassendes Bild gemacht haben, prüfen wir, welche Kandidaten mit entsprechenden fachlichen und vor allem persönlichen Eignungen zu Verfügung stehen und entscheiden, wen wir empfehlen. Ein exzellenter Kandidat ist, wenn überhaupt, maximal vier bis sechs Wochen am Markt.


Wie bringen Sie anschließend das Unternehmen mit den Kandidaten zusammen?


Karsten Benen: Wenn wir uns ein konkretes Bild der vakanten Position im Unternehmen machen konnten, beginnen wir mit der Kandidatensuche. Hierfür nutzen wir verschiedene Möglichkeiten der Kandidatenansprache wie z.B. unsere vorhandene Datenbank oder diverse digitale Kanäle. Wenn sich in diesem sehr zeitaufwendigen Prozess nach diversen Interviews dann schlussendlich potenzielle Kandidaten herauskristallisiert haben, beginnt der Prozess der Zusammenführung. Wir geben unseren Mandaten jederzeit einen Überblick über den aktuellen Staus Quo. Sprich: Wir sind immer an beiden Seiten am Puls der Zeit und begleiten potenzielle Kandidaten natürlich auch zu den Gesprächen des möglichen neuen Arbeitgebers. Schlussendlich begleiten wir den Prozess weit länger als nur bei der reinen Suche der Kandidaten. Es ist für uns selbstverständlich, die gesamte Zeit sehr eng und intensiv mit unseren Mandaten und Kandidaten eine offene Kommunikation zu pflegen. Natürlich immer mit dem Hintergrund der gewünschten Diskretion. Bei der Entscheidungsfindung stehen wir in letzter Zeit immer häufiger als Berater zur Seite, wenn es um detaillierte Vertragsverhandlungen geht, sprich den Prozess von A-Z zu begleiten. Auch nach der erfolgreichen Vermittlung ist es für uns selbstverständlich, die Zufriedenheit beider Seiten regelmäßig zu erfragen und professionelle Nachhaltigkeit zu gewährleisten.


„Als Personalberatung ganz klassisch einen Bauchladen zu haben und zu sagen: „Wir können alles, wir machen alles“, das ist unglaubwürdig.“

Was macht tebe. anders, inwiefern sind Sie anders aufgestellt?


Karsten Benen: Genauso wichtig wie das Thema Wertschätzung ist für uns das Thema Spezialisierung. Somit haben wir gesagt, wir spezialisieren uns auf den Bereich Finance. Und diesen Bereich haben wir für uns in weitere sechs Spezialisierung geclustert. Das heißt, wir versuchen Spezialisierung in der Tiefe abzubilden. Natürlich war und ist es für uns extrem wichtig, intern die passenden Berater an Board zu haben, die z.B. aus dem Bereich Accounting oder dem Controlling die passende Expertise mitbringen, um auf Kandidatenseite und Kundenseite fachlich mitgehen zu können. Dieses Konzept ziehen wir konsequent durch, um spezialisiert beraten zu können. Als Personalberatung ganz klassisch einen Bauchladen zu haben und zu sagen: „Wir können alles, wir machen alles“, das ist unglaubwürdig. Die Spezialisierung ist seriös, aber sie ist sicherlich eine Herausforderung für uns als Berater. Wir sind uns dessen bewusst, aber sie ist unser USP.

Foto von Simone Reukauf

TeBe. Personalberatung

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ILKA BERGRATH

Division Head Finance

Gropiusstraße 7 | 48163 Münster

Telefon 0251 9759904-0

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www.tebe-personalberatung.de

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